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Knochenaufbau: sichere Basis für Implantate

Für den langfristigen Erfolg und einen festen, sicheren Halt von Zahnimplantaten ist eine ausreichende Knochensubstanz im Kiefer unerlässlich. Doch nicht immer ist nach einem Zahnverlust genügend Knochenvolumen vorhanden, da es zu einem natürlichen Knochenrückgang kommen kann. Hier bieten wir Ihnen modernste und hochspezialisierte Techniken des Knochenaufbaus, um die notwendige Basis für Ihre Implantate zu schaffen.

Als Spezialisten für komplexe Knochenaufbauten beherrschen wir eine Vielzahl von Methoden. Unser Fokus liegt dabei auf der Verwendung von Eigenknochen, da dies die biologisch beste und sicherste Lösung darstellt. Sofern es Ihr individueller Fall erfordert, bieten wir aber auch andere bewährte Verfahren an.

Knochenaufbau mit Eigenknochen: die biologisch optimale Lösung

Der Aufbau mit Eigenknochen ist unsere bevorzugte Methode, da sie biologisch optimal ist und die höchsten Erfolgsraten erzielt. Eigenknochen ist körpereigenes Material und wird vom Körper bestmöglich akzeptiert und integriert.

  • Die Schalentechnik nach Prof. Khoury: Eine unserer Kernkompetenzen ist die Schalentechnik nach Prof. Dr. Fouad Khoury, einem der weltweit führenden Experten in der Knochenregeneration. Bei dieser hochpräzisen Methode entnehmen wir sehr dünne Knochenplättchen (Schalen) aus einem geeigneten Bereich – am häufigsten aus dem Kieferwinkel oder vom Kinn. Diese Schalen werden dann als Gerüst um den zu augmentierenden Bereich geformt und fixiert. Der Zwischenraum wird mit Knochenspänen (ebenfalls Eigenknochen) gefüllt. Diese Technik ermöglicht den Aufbau eines neuen, stabilen Knochenvolumens mit extrem hoher Vorhersagbarkeit und exakter Formgebung.
  • Vorteile von Eigenknochen:
    • Biologisch optimal: Keine Abstoßungsreaktionen, da es sich um körpereigenes Material handelt.
    • Hohe Integrationsfähigkeit: Eigenknochen wird vom Körper am besten angenommen und in neues, vitales Knochengewebe umgewandelt.
    • Langanhaltende Stabilität: Bietet die stabilste und dauerhafteste Grundlage für Zahnimplantate.
    • Exakte Formgebung: Besonders die Schalentechnik erlaubt eine präzise Konturierung des neuen Knochens.

Beschleunigte Heilung mit PRF-Eigenbluttherapie und „Sticky Bone"

Zur Unterstützung und Beschleunigung des Heilungsprozesses bei Knochenaufbauten setzen wir auf innovative Verfahren, die die körpereigene Heilung optimal fördern:

  • PRF-Eigenbluttherapie (Platelet-Rich Fibrin): Dabei wird Ihnen eine kleine Menge Blut entnommen, das in einer Zentrifuge aufbereitet wird. Aus dem Blutplasma isolieren wir dann wachstumsfördernde Proteine und Stammzellen. Dieses konzentrierte Fibrinnetzwerk wird in den Bereich des Knochenaufbaus eingebracht. Die enthaltenen Wachstumsfaktoren fördern die Regeneration von Knochen und Weichgewebe, beschleunigen die Heilung und reduzieren Schwellungen.
  • Sticky Bone" nach Dr. Zernial: Eine herausragende Weiterentwicklung ist die sogenannte Sticky Bone"-Technik, maßgeblich von Dr. Florian Zernial beschrieben. Hierbei wird der Eigenknochen mit flüssigem PRF vermischt, wodurch eine gelartige, formbare und „klebrige" Masse entsteht. Dies ermöglicht nicht nur eine einfache und präzise Formgebung des Knochenaufbaus, sondern die PRF-Bestandteile fördern zusätzlich die Regeneration und Gefäßneubildung im augmentierten Bereich. Die Kombination von Eigenknochen und PRF maximiert die biologische Effektivität und die Vorhersagbarkeit des Heilungsprozesses.

Weitere bewährte Methoden zum Knochenaufbau: hochpräzise und individuell

Sofern der Aufbau mit Eigenknochen in Ihrem spezifischen Fall nicht die optimale Lösung ist oder in Kombination angewendet wird, bieten wir auch andere hochmoderne Verfahren an. Dies umfasst auch den Einsatz von digitaler Planung und Fertigung für maßgeschneiderte Lösungen:

CAD/CAM-gefräste individuelle Knochentransplantate

Für besonders komplexe Knochendefekte oder bei speziellen anatomischen Gegebenheiten bieten wir die Möglichkeit, ein individuell gefertigtes Knochentransplantat einzusetzen. Basierend auf Ihren 3D-Röntgendaten (DVT) wird im Labor ein maßgeschneiderter Knochenblock mithilfe von CAD/CAM-Technologie (Computer-Aided Design / Computer-Aided Manufacturing) präzise gefräst. Dieses passgenaue Transplantat ermöglicht eine optimale Rekonstruktion des Kieferkamms und eine exzellente Grundlage für die spätere Implantatposition. Es bietet höchste Präzision und Vorhersagbarkeit, auch bei größten Knochendefekten.

Interner und externer Sinuslift (Sinusbodenaugmentation)

Im Oberkieferseitenzahnbereich kann der Knochen unterhalb der Kieferhöhle oft zu dünn sein.

  • Beim externen Sinuslift (auch lateraler Sinuslift genannt) schaffen wir über ein kleines Knochenfenster seitlich an der Kieferhöhle Zugang. Die Kieferhöhlenschleimhaut wird vorsichtig angehoben und der entstandene Raum mit Knochenersatzmaterial oder Eigenknochen aufgefüllt.
  • Beim internen Sinuslift (auch Osteotom-Sinuslift genannt) erfolgt der Zugang minimalinvasiver durch das Bohrloch für das Implantat. Über dieses Loch wird der Kieferhöhlenboden vorsichtig angehoben und Knochenersatzmaterial eingebracht. Beide Techniken schaffen die notwendige Knochenhöhe für Implantate im Oberkiefer.

Titangitter – passgenaue und stabile Knochenaufbauten

Individuell auf Basis Ihrer 3D-Röntgenaufnahmen digital geplante und geformte Gitternetze aus Titan dienen als präzises Gerüst für die Knochenregeneration. Das Titangitter schützt das Areal vor Druckbelastung und gibt die exakte Form für den neuen Knochen vor, was eine störungsfreie Einheilung und optimale Kontur ermöglicht.

GBR – gesteuerte Knochenregeneration

Bei der Guided Bone Regeneration (GBR) füllen wir eine vorhandene Knochendefekt oder -tasche mit Knochenersatzmaterial (synthetisch oder tierischen Ursprungs). Um eine optimale und ungestörte Knochenbildung zu gewährleisten, bringen wir in der Regel zusätzlich eine spezielle Membran als Barriere ein. Diese hält das umliegende Weichgewebe fern und schafft Raum für die ungehinderte Bildung neuen Knochens.

Bone-Splitting – bei zu schmalem Kieferkamm

Ist der zahntragende Teil des Kiefers (Kieferkamm) deutlich zu schmal für ein Implantat, kann das Bone-Splitting angewendet werden. Dabei wird der entsprechende Knochenabschnitt vorsichtig in zwei Teile getrennt (gesplittet). Den entstandenen Spalt füllen wir mit Knochenaufbaumaterial, um das Volumen zu erweitern. Eine Abdeckung mit einer Membran unterstützt anschließend die stabile Einheilung und Formgebung.

Die Wahl der passenden Methode hängt stets von Ihrer individuellen Situation, der Größe des Knochendefekts und der geplanten Implantatposition ab. Wir beraten Sie umfassend, um die für Sie sicherste und erfolgreichste Strategie zu finden.

Wir sind Ihre Spezialisten.

FAQ

Warum ist ein Knochenaufbau für Zahnimplantate manchmal notwendig?

Antwort: Zahnimplantate benötigen ausreichend Knochenvolumen und -qualität, um fest und dauerhaft im Kiefer verankert zu sein. Nach Zahnverlust oder durch Entzündungen kann der Kieferknochen schrumpfen. Ein Knochenaufbau schafft die notwendige stabile Basis für den Implantaterfolg.

Ist ein Knochenaufbau schmerzhaft?

Antwort: Der Eingriff selbst wird unter lokaler Betäubung, Dämmerschlaf oder Vollnarkose schmerzfrei durchgeführt. Nach der Operation können leichte Schwellungen und Schmerzen auftreten, die jedoch gut mit Schmerzmitteln kontrollierbar sind.

Wie lange dauert die Heilung nach einem Knochenaufbau?

Antwort: Die Einheilung des neuen Knochens dauert in der Regel 4 bis 9 Monate, bevor das Implantat gesetzt werden kann. Diese Zeit ist notwendig, damit sich ausreichend stabiler Knochen bilden kann. Verfahren wie die PRF-Eigenbluttherapie können diesen Prozess positiv beeinflussen.

Welche Knochenaufbaumethode ist die beste?

Antwort: Die „beste" Methode gibt es nicht pauschal, da sie immer von Ihrer individuellen Situation abhängt. Der Aufbau mit Eigenknochen (z.B. mittels Schalentechnik nach Khoury) ist biologisch oft die optimale Wahl. Für den Oberkiefer ist oft ein Sinuslift nötig, bei komplexesten Fällen können CAD/CAM-gefräste individuelle Knochentransplantate zum Einsatz kommen. Wir beraten Sie umfassend, welche Methode für Sie am sichersten und erfolgreichsten ist.

Woher kommt der Eigenknochen für den Aufbau?

Antwort: Für den Knochenaufbau mit Eigenknochen entnehmen wir meist kleine Mengen Knochen aus dem Kieferbereich selbst, beispielsweise aus dem Kieferwinkel oder vom Kinn. Bei CAD/CAM-gefrästen Transplantaten wird der Knochen in der Regel aus dem Beckenkamm entnommen oder es handelt sich um speziell aufbereitete Spenderknochen.

Was ist ein Sinuslift und wann wird er durchgeführt?

Antwort: Ein Sinuslift (Sinusbodenaugmentation) ist ein spezieller Knochenaufbau im Oberkieferseitenzahnbereich, wenn der Knochen unterhalb der Kieferhöhle zu dünn für Implantate ist. Dabei wird der Boden der Kieferhöhle angehoben und Knochenmaterial eingebracht.

Was ist „Sticky Bone" und welche Vorteile hat es?

Antwort:Sticky Bone" ist eine innovative Technik, bei der Eigenknochen mit Ihrem eigenen, wachstumsfaktorreichen PRF-Blutplasma vermischt wird. Dies erzeugt eine formbare, „klebrige" Masse, die nicht nur präzise platziert werden kann, sondern auch die Knochenregeneration und Wundheilung zusätzlich beschleunigt.

Was sind CAD/CAM-gefräste individuelle Knochentransplantate?

Antwort: Das sind maßgeschneiderte Knochenblöcke, die auf Basis Ihrer 3D-Röntgendaten digital geplant und gefräst werden. Sie ermöglichen eine extrem präzise und passgenaue Rekonstruktion von Knochendefekten, selbst bei komplexesten Fällen, und schaffen eine ideale Basis für Implantate.

Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen beim Knochenaufbau?

Antwort: Wie bei jedem chirurgischen Eingriff bestehen geringe Risiken wie Schwellungen, Blutergüsse, Infektionen oder vorübergehende Taubheitsgefühle. Wir klären Sie transparent über alle potenziellen Risiken auf und treffen höchste Sicherheitsvorkehrungen.

Kann ein Knochenaufbau scheitern?

Antwort: Obwohl die Erfolgsquoten sehr hoch sind, kann in seltenen Fällen ein Knochenaufbau nicht wie gewünscht einheilen. Durch unsere präzise Planung, modernste Techniken und die Unterstützung mit Eigenbluttherapien minimieren wir dieses Risiko jedoch erheblich.

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