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Mikroskop­unter­stützte Wurzel­spitzen­resektion

Mikroskopunterstützte Wurzelspitzenresektion: Zahnerhalt dank Präzision

Manchmal heilen Entzündungen an den Zahnwurzeln trotz größter Sorgfalt bei einer Wurzelkanalbehandlung nicht vollständig aus. Doch selbst in diesen Fällen muss der betroffene Zahn nicht unbedingt gezogen werden. Mit einer Wurzelspitzenresektion (WSR), auch Wurzelspitzenkappung genannt, können wir den Zahn in vielen Fällen erfolgreich erhalten.

In unseren Praxiskliniken in Backnang und Bietigheim-Bissingen führen wir diesen Eingriff mikroskopunterstützt durch. Das ermöglicht uns eine unerreichte Präzision und minimiert die Belastung für Sie.

Der Ablauf der mikroskopunterstützten Wurzelspitzenresektion

Die Wurzelspitzenresektion ist ein präziser chirurgischer Eingriff, der wie folgt abläuft:

  1. Entfernung des Entzündungsherdes: Wir entfernen das entzündete Gewebe im Bereich der Zahnwurzelspitze und kürzen die Zahnwurzel um wenige Millimeter.
  2. Mikroskopische Präzision: Mithilfe eines hochmodernen OP-Mikroskops wird der Wurzelkanal von der Seite der Wurzelspitze aus unter mehrfacher Vergrößerung präzise erweitert, angefärbt und mit einem speziellen, dichten Zement rückwärtig versiegelt. Diese mikroskopische Kontrolle ist entscheidend für den Erfolg.
  3. Förderung der Heilung: Der Hohlraum, in dem sich die Entzündung befand, wird anschließend mit Eigenblutplasma (PRF-Therapie) oder einem speziellen Kollagen aufgefüllt. Dies begünstigt und beschleunigt die Wundheilung und die Knochenregeneration.

Ihre Vorteile beim Arbeiten mit dem OP-Mikroskop

Der Einsatz des OP-Mikroskops bei der Wurzelspitzenresektion bietet Ihnen eine Reihe entscheidender Vorteile für den Behandlungserfolg und Ihr Wohlbefinden:

  • Höhere Behandlungsqualität: Die 16- bis 20-fache Vergrößerung ermöglicht eine Detailansicht, die mit bloßem Auge oder Lupenbrille undenkbar wäre. Dies führt zu einer deutlich höheren Behandlungsqualität.
  • Minimalinvasiver und schonender: Durch die exakte Sicht können wir den Eingriff gewebeschonender und sorgfältiger durchführen. Der Behandlungsbereich an der Wunde wird kleiner gehalten.
  • Weniger postoperative Beschwerden: Das präzise und schonende Vorgehen führt oft zu weniger Schmerzen, Schwellungen und anderen Begleiterscheinungen nach dem Eingriff.
  • Schnellere Wundheilung: Die minimale Belastung des Gewebes begünstigt eine oftmals schnellere Wundheilung.
  • Entdeckung verborgener Strukturen: Das Mikroskop ermöglicht das Auffinden von zusätzlichen Wurzelkanälen oder Seitenkanälen, die sonst übersehen werden könnten.
  • Erkennung von Brüchen: Auch feinste Brüche (Frakturen) in den Zahnwurzeln, die den Heilungserfolg beeinträchtigen könnten, werden sichtbar.
  • Erhöhter Zahnerhalt: All diese Faktoren tragen dazu bei, die Erfolgsquote für den Zahnerhalt signifikant zu steigern.

Wichtige Informationen zur Wurzelspitzenresektion

  • Letzte Chance für den Zahnerhalt: Die Wurzelspitzenresektion ist oft die letzte Möglichkeit, einen Zahn zu erhalten, bevor eine Entfernung notwendig wird.
  • Hohe Erfolgschancen: Bei guten Grundvoraussetzungen liegt die durchschnittliche Chance auf Zahnerhalt nach einer WSR über 5 Jahre bei beeindruckenden 95 Prozent.
  • Vermeidung von Zahnverlust: Durch die WSR kann die Zahnentfernung vermieden werden, was Ihnen den Erhalt Ihres natürlichen Zahnes ermöglicht.
  • Kein neuer Zahnersatz nötig: Die Anfertigung von neuem Zahnersatz (z.B. Brücke oder Implantat) kann unter Umständen ganz vermieden oder zumindest herausgezögert werden.
  • Kostenübernahme: Die Grundbehandlung wird von der gesetzlichen Krankenkasse getragen. Moderne Verfahren wie der präzise Verschluss der Wurzelspitzen unter mikroskopischer Kontrolle und die Arbeit mit dem OP-Mikroskop sind in der Regel private Leistungen.
  • Erfolgskontrolle: Um den Behandlungserfolg nachzukontrollieren und die vollständige Ausheilung zu bestätigen, führen wir nach ca. 4 bis 6 Monaten eine Röntgenkontrolle durch.

Vertrauen Sie auf unsere Expertise und modernste Technik, um Ihren Zahn zu erhalten und ein gesundes Lächeln zu bewahren.

Wir sind Ihre Spezialisten.

FAQ

Wann ist eine Wurzelspitzenresektion notwendig?

Antwort: Eine Wurzelspitzenresektion wird notwendig, wenn eine Entzündung an der Zahnwurzelspitze trotz einer vorherigen Wurzelkanalbehandlung nicht vollständig ausheilt oder wenn der Wurzelkanal im Spitzenbereich nicht ausreichend gereinigt oder versiegelt werden konnte.

Ist die Wurzelspitzenresektion schmerzhaft?

Antwort: Der Eingriff selbst wird unter lokaler Betäubung durchgeführt und ist somit schmerzfrei. Auf Wunsch oder bei Bedarf bieten wir auch Dämmerschlaf oder Vollnarkose an, um den Eingriff für Sie so angenehm wie möglich zu gestalten.

Warum ist ein OP-Mikroskop so wichtig bei diesem Eingriff?

Antwort: Das OP-Mikroskop ermöglicht eine bis zu 20-fache Vergrößerung des Operationsfeldes. Dadurch können wir selbst feinste Details der Zahnwurzel und des Entzündungsbereichs sehen, was eine extrem präzise, gewebeschonende Behandlung und eine deutlich höhere Erfolgsquote beim Zahnerhalt ermöglicht.

Wie lange dauert die Genesung nach einer Wurzelspitzenresektion?

Antwort: Die akute Heilungsphase mit Schwellungen und leichten Schmerzen dauert in der Regel wenige Tage bis zu einer Woche. Die vollständige Ausheilung des Knochens und des Gewebes kann mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Welche Rolle spielt Eigenblutplasma (PRF) bei der Wurzelspitzenresektion?

Antwort: Eigenblutplasma (PRF) wird in den Bereich eingebracht, aus dem das entzündete Gewebe entfernt wurde. Die darin enthaltenen Wachstumsfaktoren fördern die Regeneration von Knochen und Weichgewebe, beschleunigen die Wundheilung und können Schwellungen sowie Schmerzen nach dem Eingriff reduzieren.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die mikroskopunterstützte WSR?

Antwort: Die Kosten für die Grundbehandlung einer Wurzelspitzenresektion werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Jedoch sind moderne, qualitätsverbessernde Maßnahmen wie der Einsatz des OP-Mikroskops oder der Verschluss der Wurzelspitze mit Spezialzement (MTA) in der Regel private Leistungen, die separat abgerechnet werden. Wir erstellen Ihnen hierzu gerne einen transparenten Kostenplan.

Was passiert, wenn die Wurzelspitzenresektion nicht erfolgreich ist?

Antwort: Obwohl die Erfolgsquoten sehr hoch sind, kann in seltenen Fällen ein Zahn trotz WSR nicht erhalten werden. In diesem Fall wäre die letzte Option die Zahnentfernung, gefolgt von einer eventuellen Versorgung mit einem Implantat oder einer Brücke.

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